Aufbauanleitung für Germaniatherm Aphrodite 20 kW wasserführend

22.03.2012 11:51 Durchnittliche Bewertung: 4.4 / 5.0 von insgesamt 68 abgegebenen Stimmen.

Aufbauanleitung für Germaniatherm Aphrodite 20 kW

Sie haben ein Qualitätsprodukt erworben, das nach dem neusten Stand der Technik entwickelt wurde. Und Sie haben sich dafür entschieden, den Wärmeerzeuger selbst aufzubauen. Bevor Sie damit beginnen, bitten  wir Sie in Ihrem eigenen Interesse, alle Punkte der Anleitungen aufmerksam zu lesen, denn der Anlagenersteller (!) ist für die Sicherheit und einwandfreie Funktion der Anlage verantwortlich. Beim Einbau des Kamineinsatzes müssen die bestehenden Gesetze der Landesbauordnung, sowie örtliche feuerpolizeiliche und baurechtliche Vorschriften wie auch die EN 13229, Teil 1, beachtet werden.



Und vergessen Sie auf keinen Fall, vor Beginn der Baumaßnahme den Bezirksschornsteinfeger zu benachrichtigen. Er muss den Rauchrohranschluss an dem Schornstein überprüfen und kontrolliert den Brandschutz!

Nun hoffen wir, dass Ihnen der Aufbau Ihres neuen Warmluftkamins ohne Komplikationen gelingt und wünschen Ihnen fortan wohlig wärme Stunden mit der Germaniatherm!

Germaniatherm Maße Schaubild

Wasserführender Heizeinsatz Schaubild

AUSFÜHRUNG BEI BRENNBAREN BAUSTOFFEN SOWIE STAHLBETONWÄNDEN UND ANBAUWÄNDEN UNTER 10 CM STÄRKE

  1. Schornsteinwelt Germaniatherm
  2. Wandfutter bzw. Kaminanschlußstutzen
  3. Verstellbarer Rauchrohrbogen mit Revisionsöffnung und Rauchrohr
  4. Verbrennungsluftzufuhr mit Absperrklappe, freier Querschnitt min. 300 cm2
  5. Auflagerahmen für Sturz
  6. Schürze aus 4 cm Promat oder Referenzmaterial
  7. Warmluftgitter freier Querschnitt 240 cm2 pro kW Heizleistung luftseitig
  8. Sockel mit Umluftöffnung freier Querschnitt 200 cm2 pro kW Heizleistung luftseitig
  9. Mineralwolle 4 cm stark
  10. Dämmstoff Promasil 950 KS 6 cm oder Ersatzstoff
  11. Brandschutz aus nicht brennbarem Belag Mindestabstand X : Sockelhöhe + 30 cm jedoch mind. 50 cm

Die für die Schornsteinbemessung Nach EN 13384 erforderlichen Werte sind :

  • Bei Betrieb mit geschlossenem Feuerraum : A1
  • Nennwärmeleistung:    8,0 kW
  • Abgasmassenstrom :   7,3 g/s
  • Abgastemperatur:    330°C
  • Erforderlicher Förderdruck:   0,12 mbar
  • Register NR RRF – 29 08 17 58

1.    Grundsätzliche Hinweise

1.1 Die wirksame Schornsteinhöhe sollte ab Rauchrohreintritt bis zur Schornsteinmündung mindestens 4 m betragen und der Schornstein sollte einen Mindestquerschnitt von 254 cm2  haben, jedoch 400 cm2 nicht überschreiten

1.2 Kamine dürfen nur in Räumen über 12 m2 Grundfläche aufgestellt werden.

Bodenbelag im Bereich der Feuerstelle Darstellungsgrafik
Schematische Darstellung Grafik
wasserfügeführter Heizeinsatz Schaubild
Germaniatherm Schaubild

1.3 Kamine dürfen nicht in Räumen aufgestellt werden, in denen mehrerer Feuerstätten in einem Aufstellraum oder in leicht entzündbare oder explosionsfähige Stoffe hergestellt einem Luftverbund ist für jede Feuerstätte eine separate oder gelagert werden.

1.4 Kamine sind raumluftabhängige Feuerstätten, d. h. sie entnehmen ihre Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum. Für Nennwärmeleistung! ausreichende Verbrennungsluft hat der Anlagen betreiber bzw. -ersteller zu sorgen.

1.5 Kamine bzw. Heizkamine dürfen nicht in Räumen und Wohnungen aufgestellt werden, aus denen mit Hilfe von Ventilatoren (z.B. Küchendunstabsauganlagen) Luft abgesaugt wird, es sei denn, eine Gefährdung des
Kamines ist völlig ausgeschlossen. Da beim Betrieb des Heizkamines dem Aufstellraum größere Mengen Luft entzogen werden, ist es unerlässlich, eine Verbrennungsluftleitung zu installieren. Bei der Herstellung der Stellfläche (bzw. des Fundamentes) sollten entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. So kann auch späterproblemlos eine Verbrennungsluftleitung eingebaut werden. Abbildung 4 und 5 zeigen, wie dies bei der Errichtung baulich erfolgen kann. Beim Betrieb mehrerer Feuerstätten in einem Aufstellraum oder in einem Luftverbund ist für jede Feuerstätte eine separate Verbrennungsluftleitung zu erstellen oder eine Leitung entsprechend groß zu dimensionieren. Kamineinsätze nach A1 oder Bauart 1 benötigen 4 m Raum volumen pro 1 kW Nennwärmeleistung!

1.6 Kamine dürfen nur unter Aufsicht betrieben werden.

1.7 Die Stellfläche (Unterbau) muss aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen und der statischen Last der Feuerstätte standhalten. Ungeeignete Untergründe sind u. a.: Asphalt,Estrich, schwimmender Estrich, sowie Estrich mit Fußbodenheizung. Stellflächen dieser Art müssen durch Zement-Estrich als Verbund-Estrich ausgetauscht werden. Dabei muss außerdem beachtet werden, dass zwischen Zement-Estrich und Betondecke keinerlei (!) Versorgungsleitungen Elektroleitungen etc.) verlegt sind. Der Verbund-Estrich muss in der Größe des Kaminsockels hergestellt werden. Achten Sie dringend darauf, dass die zwischen dem Verbund-Estrich und dem schwimmenden Estrich eine Bewegungsfuge angeordnet ist.

Germaniatherm vom Hersteller Schornsteinwelt Schaubild
Energie sparen mit Germaniatherm Schaubild
Heizeinsatz Schaubild

1.8 Zwischen Feuerraumöffnung und brennbaren Bauteilen (Wandverkleidungen, Einbaumöbel, Dekomöbel usw.) ist ein Mindestabstand von 80 cm einzuhalten. Der Bodenbelag vor der Feuerstätte darf nur aus nichtbrennbaren Materialien bestehen. Folgende Abstände müssen nach vorn eingehalten werden: Sockelhöhe zuzügl. 30 cm,gesamt mindestens 50 cm. Für die Seiten gilt: Sockelhöhe zuzügl. 20 cm, gesamt mindestens 30 cm. Keramische Fliesen, Naturstein, Kunststein und evtl. auch Metall bieten sich als geeignete Materialien an. (Abb. 7, 8 und 10)

1.9 Sollten Sie keine Kaminverkleidung von der Firma Schornsteinwelt bestellt haben, dann achten Sie bitte darauf, dass Sie nur nicht brennbares Baumaterial verwenden. Geeignet sind alle mineralischen Baustoffe, z. B. Porenbeton, Ziegel, Klinker, Kalksandstein usw.

1.10 Zierbalken an offenen Kaminen sind von der Verkleidung mit einem Abstand von 1 cm anzuordnen. So wird der Zwischenraum belüftet und es kann kein Wärmestau entstehen (siehe Skizze 11).

1.11 Warmluftaustrittsgitter müssen mit einem Mindestabstand von 50 cm zu brennbaren Zimmerdecken oder Stahl beton – gemessen ab Oberkante Gitter – eingebaut werden,seitlich muss ein Abstand von 30 cm zu brennbaren Gegenständen eingehalten werden. Der freie Querschnitt der Lüftungsgitter muss pro Kilowatt Nennheizleistung der Feuerstätte mindestens 240 cm betragen.

1.12 Die Lüftungsgitter müssen so angeordnet werden, dass sie nicht verstopft werden können.

1.13 Die Rauchrohre müssen zur Reinigung zugänglich sein. Entweder sind die Lüftungsgitter entsprechend anzuordnen oder andere Reinigungsöffnungen zu schaffen

Anleitung zum nachträglichen Einbau von Rauchrohr- und Putztüranschlüssen aus Schamotte Anleitungsgrafik

Muster-Anleitung zum Einbau von Rauchrohren an Hausschornsteinen

Muster-Anleitung zum Einbau von Rauchrohren an Hausschornsteinen Skizze
1. Schornsteininnenrohr
2. Schornsteindämmung
3. Schornsteinmantelstein
4. Schornsteinanschlußstück
5. Verbindungsstück vom Heizeinsatz zum Schornstein
6. Wandmauerwerk
A Anschlußhöhe OK FFB-OK Rauchrohr

1.14 Bevor Sie nun mit dem Aufstellen der Anlage beginnen,prüfen Sie bitte noch, ob die Anbauwände lotrecht sind. Die Aufstellung in einer Raumecke setzt einen genauen rechten Winkel voraus!

1.15  Abb. 9 zeigt Ihnen die Abstände von Möbeln zur Kaminverkleidung, zum einen bei einer isolierten Kaminverkleidung und zum anderen bei einer nicht isolierten Kaminverkleidung.

Bevor Sie mit dem Aufbau beginnen, sollten Sie sich folgende Werkzeuge bereitlegen:

• Maurerkelle und Fugenkelle
• Zollstock
• Mörtel- und Wassereimer
• Gummihandschuhe
• Schwamm
• Pinsel
• Wasserwaage
• Handfeger + Putzlappen
• Hammer klein, (250 g)
• Zimmermannswinkel
• Hammer groß „Fäustel“, (1000 g)
• Metallsäge oder Winkelschleifer
• Bohrmaschine
• Handsäge (Fuchsschwanz)
• Steinbohrer Ø 6 mm, Ø 8 mm, Ø 10 mm
• Kneifzange oder Seitenschneider
• kleine Holzkeile
• Rohrzange oder Maulschlüssel, 30 mm
• Schraubendreher, Flach- und Kreuzschlitz

2. Aufbauanleitung

Die Umwelt soll entlastet werden! Deshalb verwenden wir bei Rauchrohren aus Stahl keine Schutzanstriche mehr, denn bei der Herstellung und Verarbeitung sowie bei der Entsorgung der Farbreste wird die Umwelt belastet. Aus diesen Gründen sind die Rauchrohre nur leicht eingefettet. Sollten nun einige Stellen mit Flugrost behaftet sein, so wird dadurch weder die Qualität, noch die Haltbarkeit beeinträchtigt. Rostansatz ist daher kein Reklamationsgrund.

2.1 Der Wärmeerzeuger Typ Radiante 500 wird komplett montiert angeliefert. Transportschäden werden somit vermieden.

2.2 Der Heizeinsatz lässt sich leichter zur Verwendungsstelle transportieren, wenn Sie zuvor alle losen Teile ausräumen.

2.3 Legen Sie die Radiante auf den Rücken. Die Stellfüße lassen sich so leichter montieren. Das Höhenmaß ermitteln Sie - gemessen von Unterkante Türblendrahmen bis Stellfußende - wie folgt:  Sockelhöhe + Fugenstärke + Untersimsstärke = Stellfußhöhe. Jetzt richten Sie den Kamineinsatz wieder auf.

2.4 Der Schornsteinanschluss  erfolgt  an  dem  vorhandenen Anschlussstutzen. Vorausgesetzt, der Stutzen wurde in der erforderlichen Höhe eingesetzt. Diese erforderliche Anschlusshöhe entnehmen Sie bitte der Grundriss- oderAnsichtszeichnung. Allerdings kann sich das Anschlussmaß je nach Schornsteinlage ändern. Deshalb sollten Sie den Rauchrohrbogen auf einen Winkel von 135 Grad (45 Grad) durch das Lösen der Stellschraube einstellen. Dann stecken Sie den Bogen auf den Rauchgasstutzen auf und passen das Rauchrohr auf den Bogen ein.

2.5 Ist kein Anschlussstutzen vorhanden, kann der Schornstein auch nachträglich geöffnet werden. Sollten Sie einen Isolierschornstein haben, beachten Sie bitte die Werksvorschriften der Schornsteinhersteller. Die  Wir möchten Sie bitten, diese unbedingt zu befolgen. Mehrschalige Schornsteine dürfen nicht durch Stemmarbeiten oder durch das Bohren mitSchlagbohrmaschinen geöffnet werden. (Abb.12 und 13)

2.6 Das Loch in der Schornsteinwange sollte ca. 10 cm größer als der Anschlussdurchmesser eingearbeitet werden. So bleibt genug Platz zum Vermörteln und Dämmen.

2.7 Das Wandfutter oder Schamotteformteil muss so eingebaut werden, dass es nicht in den Schornsteinzug herein ragt.

2.8 Entfernen Sie jetzt den, in den Schornstein hereingefallenen, Schutt durch die Rußentnahmetür an der Schornsteinsohle.

2.9 Nun dichten Sie alle Rauchrohrverbindungen mit Kessel kitt  (rote Dose) ein. Die Verbindungsstelle zwischen Bogen und Rohr wird mit der Rohrschelle zusätzlich abgedichtet. Die Rohrschelle besteht aus zwei Teilen, mit einer eingearbeiteten Dichtung, die zusammengehakt werden. Die noch offene Schelle so drehen, dass die verdickte Seite der Keramikfaserdichtung auf der Nahtstelle liegt. Mittels der langen Stellschraube (Spannschraube) wird die Rauchrohrschelle fest zusammengeschraubt, so dass die Keramikfaserdichtung rundherum dicht anliegt.
 

3. Einbau der Tür

3.1 Gemäß der schematischen Darstellung (Abb. 14) setzen Sie nun den Türrahmen ein, wobei Sie die obere Türachse bis zum Anschlag in die obere Bohrung des Blendrahmens einsetzen und die untere in die entsprechende Blendrahmenbohrung absenken. Setzen Sie jetzt den Sicherungschipan der oberen Türachse ein. Bei Geräten der Bauart 1 (selbstschließende Klapptür) muss die Schenkelfeder über die untere Türachse geführt werden und die Federschenkel in die entsprechenden Bohrlöcher von Tür und Blendrahmen einrasten.

4. Einbau der Heizgasumlenkplatten (Abb. 15)

4.1 In den Rauchsammler des Heizeinsatzes werden zwei Heizgasumlenkplatten gelegt. Sollten diese nicht vormontiert sein, gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

4.2 Beginnen Sie mit der oberen Heizgasumlenkplatte. WinkelnSie diese in den Feuerraum des Heizeinsatzes und legen sie auf die Abkantung im unteren Bereich des Rauchsammlers ab. Schieben Sie die Heizgasumlenkplatte so weit wie möglich nach vorne (Abb. 15).

4.3 Die untere Heizgasumlenkplatte wird auf die beiden Haltewinkel gelegt, mit denen die Feuerraumwandsteine befestigt sind (Abb. 16).

5.  Einbau der Schamottesteine

5.1 Die Schamottesteine sind eingebaut. Bei einer Reparatur oder Schamot testeinwechsel verfahren Sie wie nachfolgend beschrieben (siehe auch schematische Darstellung der Ersatzteile auf Seite 8).

5.2 Beginnen Sie mit dem linken und rechten u-förmigen Bodenstein (Nr. 21 und 25). Setzen Sie den Aschekasten  (Nr. 28) und den Planrost (Nr. 27) in die Vertiefung der Bodenseine.

5.3 Setzen Sie nun zunächst die Feuerraumwandsteine auf der rechten Seite (Nr. 19) ein und befestigen sie mit dem rechten Haltewinkel (Nr.18). Danach setzen Sie die Wandsteine
auf der linken Seite (Nr. 20, schmaler Stein und Nr. 19) ein und befestigen sie  mit dem linken Haltewinkel (Nr. 17)

5.4 Zum Schluss stellen Sie die vorderen Bodensteine (Nr. 24und 26) auf die u-förmigen Bodensteine.

6. Verbrennungsluft

6.1 Wie bereits unter Punkt 1.5 erwähnt, wird die Verbrennungsluft für die Feuerstätte dem Aufstellraum entnommen. Sollte das Raum volumen nicht ausreichen, muss zusätzlich Verbrennungsluft in den Aufstell-
raum geführt werden. (Punkt  1.4) Sofern Sie es bestellt haben, sind der Bausatzlieferung ein flexibles Alu-Rohr, Durchmesser 20 cm, 1,25 m lang, eine verzinkte Luftabsperrklappe von 20 cm Durchmesser und eine
Rohrschelle beigepackt. Dieses Material dient zur Herstellung der Verbrennungsluftleitung. Die zusätzliche Frischluft kann von Außen, aus belüftbaren Nebenräumen oder aus belüfteten Kellerräumen entnommen werden
(ausgenommen Heizungskeller, Garagen und Räume,in denen entzündbare oder explosionsfähige Stoffe hergestellt oder gelagert werden).

6.2
Sollten Sie die Verbrennungsluftleitung durch die Betondecke  (Unterbau) führen, dann achten Sie bitte darauf,dass sich die Öffnung nicht an einer Stelle befindet, ander Stellfüße des Wärmeerzeugers plaziert sind.

6.3 Die Luftklappe montieren Sie bitte so, dass das Gestängemit dem Regulierknopf zu bedienen ist.

6.4 Ist die Feuerstätte nicht in Betrieb, sollte die Luftklappe stets geschlossen sein. So verhindern Sie, dass es zu Zugerscheinungen kommt.

6.5 Die verschiedenen baulichen Möglichkeiten entnehmen Sie bitte den Abb. 4 und 5.

6.6 Kamineinsätze nach A1 oder Bauart 1 benötigen 4m 3Raumvolumen pro 1 kW Nennwärmeleistung. Hinweis: Außengitter für die Verbrennungsluftleitung gehören nicht zum Lieferumfang!

7.Anbringen der Wärmedämmplatten Promasil 950 KS Verarbeitungsanleitung

7.1 Allgemeines:

Die Wärmedämmplatten Promasil 950-KS bestehen aus Calciumsilikat. Sie sind frei von organischen Bindemitteln, Asbest und mineralischen Fasern und entsprechen den Bestimmungen für Anbauwände im Kaminbau gemäß DIN 18 895. Die Dämmplatten sind mit dem Zulassungsbescheid Z.43.14-139 vom Deutschen Institut für Bautechnik Berlin bauaufsichtlich für die Wärmedämmung in Kaminen zugelassen und güteüberwacht.

Das Material ist ein nichtbrennbarer Baustoff gemäß DIN 4102-A1. Die Dämmeigenschaften von Promasil 950-KS sind mit der von Mineralwolle vergleichbar, so dass die gleichen Dämmdicken wie bei Mineralwolle einzusetzen
sind. Bei Anbauwänden aus Stahlbeton oder Wänden unter 10 cm Dicke ersetzen die Wärmedämmplatten Promasil 950-KS die 10 cm Gasbeton vormauerung, da sie bei o. g. Anbauwänden zweilagig fugenversetzt verarbeitet werden, so dass eine Gesamtdämmstoffdicke von 10 cm entsteht.

Bei allen Geräten, die einen Auflagerahmen aus Metallhaben (zum Beispiel Kachelkamine, Natursandsteinkamine, Marmorkamine usw.), der an die Anbauwand angedübelt bzw. aufgehangen wird, muss eine massive Wand vorhanden sein, ersetzt oder vorgemauert werden. Somit ist sichergestellt, dass die Befestigungsdübel den Auflagerahmen halten und
dass die Metalldübel keine Wärmebrücken zu brennbaren Bauteilen bilden!

Die Wärmedämmplatten Promasil 950-KS sind frei von toxischen Bestandteilen und daher gesundheitlich vollkommen unbedenklich!

7.2 Verarbeitungsanleitung

Beim Zuschnitt der Passfüße unbedingt darauf, dass diese winklig und gradlinig erfolgen. Die entstehenden Schneidstäube sind unbedenklich. Bevor Sie die Platten an der Anbauwand befestigen, sollten diese mit einem Handfeger oder Staubsauger von losen Staubresten befreit werden. Die Wärmedämmplatten Promasil 950-KS können hochkant oder quer - je nach Innenmaß der Kaminverkleidung - an der Wand angebracht werden
(Abbildung 17).

Die Befestigung an nicht brennbaren Anbauwänden erfolgt mittels Schlagdübeln. Dazu müssen Sie die Platten zunächst mit einem Steinbohrer (8 mm) vorbohren. Hier soll ein Rasterabstand von 300 mm nicht überschritten werden. Für eine Platte von 500 x 1000 mm reichen in der Regel vier Dübel. Die Befestigung der Platten an Anbauwänden aus oder mit brennbaren Bestandteilen und an Schornsteinen erfolgt
ausschließlich mittels Klebetechnik. Die Fugen zwischen den einzelnen Platten werden mit dem Kleber K 84 verklebt.

Auch defekte Oberflächen können Sie mit diesem Kleber verspachteln. Bevor Sie allerdings verkleben oder verspachteln, sollten Sie die Klebestellen mit einem feuchten Schwamm entstauben. Zuschnitte unter 100 mm Breite sind grundsätzlich nur mit dem gebrauchsfertig angelieferten Kleber K 84  zu kleben. Die Verarbeitungstemperatur soll 5°C nicht unterschreiten; frostfreie Lagerung ist erforderlich. Bitte beachten Sie, dass feuerberührte Teile sowie Verschleißteile wie Schamottesteine, Dichtungen, Glasscheiben und Gußroste nicht unserer Garantie und Gewährleistung unterliegen.

Diese sind jedoch leicht austauschbar und damit Sie sich langfristig an Ihrem Heizeinsatz erfreuen können, sichern wir Ihnen eine mehrjährige Nachlieferfrist für die Ersatzteile zu. Bei Nichtbeachtung der Aufbau- und Bedienungsanleitung entfällt jeglicher Garantieanspruch!

Schematische Darstellung Skizze

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6. Wandmauerwerk
A Anschlußhöhe OK FFB-OK Rauchrohr