Die Abnahme durch den Schornsteinfeger

12.05.2017 10:39 Durchnittliche Bewertung: 4.5 / 5.0 von insgesamt 312 abgegebenen Stimmen.

SchornsteinfegerWenn Sie eine neue Feuerstätte planen oder Veränderungen an ihrem vorhandenen Kamin vornehmen wollen, so ist der Schornsteinfeger der beste Ansprechpartner. Schon lange vor einer Abnahme können Sie ihn ins Boot holen. Denn er ist nicht nur für rein formale Aufgaben zuständig. Er gibt Tipps und berät bei der Umsetzbarkeit der Pläne, kann einen bestehenden Schacht auf seine Nutzbarkeit überprüfen und hat viele Tipps und nützliche Hinweise für die Auswahl des richtigen Ofens und des geeigneten Anschlusses an den Rauchabzug parat. Ein guter und freundlicher Kontakt ist daher sinnvoll und sollte natürlich in Bezug auf den Glücksbringerstatus des schwarz gekleideten Herrn mit Zylinder ohnehin selbstverständlich sein.

Ist der Kaminbau abgeschlossen, so können Sie mit dem Bezirksschornsteinfegermeister einen Termin zur Abnahme ausmachen. War für einen Kaminneubau eine Baugenehmigung erforderlich, so stellt der Schornsteinfeger auch eine Bescheinigung aus, dass die Einrichtung der Feuerstätte ordnungsgemäß erfolgt ist. Nun sind Sie auf der sicheren Seite und können Ihren Kamin nach Herzenslust genießen.

Wichtig ist, dass auch alle Änderungen an der Feuerstätte, beziehungsweise dem Kaminofen, zukünftig durch den Schornsteinfeger abgenommen werden. Nur weil er einmal den Betrieb von beispielsweise einer Ölheizung erlaubt hat heißt das nicht, dass hier auch ohne seine Genehmigung einfach ein Pelletofen aufgestellt oder der Kaminschacht baulich verändert werden darf. Aus diesem Grund sollten Sie jede Änderung als neue Maßnahme betrachten und auch hier den Schornsteinfeger vorab befragen. Es kann nämlich gut möglich sein, dass ein Kaminschacht nicht für den Betrieb jeder beliebigen Feuerstätte ausgelegt ist.

Wenn die Kosten für den Schornsteinfeger nicht über die Heizkostenverordnung abgerechnet werden, kann der Vermieter sie unter §2 der Betriebskostenverordnung als Nebenkosten auf die Mieter umlegen. Die beiden Kostenpunkte für den Schornsteinfeger sind:

  1. Kehrgebühren (für die tatsächliche Reinigung des Schornsteines)
  2. Immissionsmessung (Messung des Schadstoffausstoßes der Heizung)

Nach der Bundesimmissionsschutzverordnung brauchen raumluftunabhängige Ölbrennkessel und Heizwertkessel nur noch alle zwei Jahre gemessen werden, Modelle die nicht älter als 12 Jahre sind, sogar nur alle drei Jahre.

Hinzu kommt die sogenannte Abgaswegeprüfung nach der Bundeskehrordnung, die bei raumluftunabhängigen Feuerstätten ebenfalls alle zwei Jahre durchgeführt werden muss, bei selbstkalibrierenden Feuerstätten alle drei Jahre.

Bei der Abgaswegeprüfung wird auch der CO2-Ausstoss der Heizanlage gemessen. Die Kosten für den Schornsteinfeger sind nach der Gebührenordnung der Schornsteinfeger festgelegt und sollten überall gleich sein. Erscheint der Betrag in der Nebenkostenabrechnung auffällig hoch, kann die Gebührenordnung beim Bezirksschornsteinfeger eingesehen werden.

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